Investitionszuschüsse für gewerbliche Unternehmen möglich

Der Märkische Kreis wird Fördergebiet

Kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft inkl. Tourismusgewerbe im Märkischen Kreis können ab dem 1.1.2022 Investitionszuschüsse im Rahmen des Förderprogramms „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) beantragen. Bund und Länder haben einstimmig eine neue Gebietskarte für die Förderung des regionalen Strukturwandels in Deutschland für den Zeitraum 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2027 beschlossen.

Rund 1,3 Milliarden Euro stehen in Nordrhein-Westfalen für diese Förderperiode zur Verfügung. Bisher konnten Unternehmen aus dem Märkischen Kreis von diesem Programm nicht profitieren. Eine Neubewertung des Fördersystems mit Hilfe von Indikatoren aus den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Infrastruktur und Demografie führte dazu, dass der Märkische Kreis in die neue Gebietskarte aufgenommen wurde.

Gewerbliche Unternehmen, die z.B. eine Betriebsstätte errichten oder erweitern und damit Arbeitsplätze schaffen, können für Wirtschaftsgüter, Baumaßnahmen oder Grundstückskosten im Rahmen des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms des Landes NRW (RWP NRW) einen nicht rückzahlbaren Zuschuss erhalten, der abhängig ist von der Unternehmensgröße. Differenziert wird weiterhin nach Arbeitsplatz schaffenden und Arbeitsplatz sichernden Maßnahmen. Außerdem müssen die Unternehmen mehr als 50 Prozent ihrer Güter außerhalb eines Radius von 50 km um den Sitz der Betriebsstätte absetzen.

Wie GWS-Geschäftsführer Jochen Schröder mitteilt, steht die neue Fördergebietskarte noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Europäische Kommission. Veränderungen sind auch noch bei Beträgen und Fördersätzen möglich. „Unternehmen, die bereits heute Investitionsmaßnahmen für 2022 planen, können sich gern an die GWS wenden“, sagt Jochen Schröder.

Zum Hintergrund:
Die Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) ist das zentrale Instrument der nationalen regionalen Wirtschaftspolitik. Indem in den ausgewählten Regionen insbesondere Investitionen der gewerblichen Wirtschaft und in die kommunale wirtschaftsnahe Infrastruktur gefördert werden, trägt sie dazu bei, den verfassungsrechtlichen Auftrag zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in ganz Deutschland umzusetzen. Durchgeführt wird die GRW durch die Länder; der Bund gestaltet den Förderrahmen mit und trägt die Hälfte der Ausgaben. In Nordrhein-Westfalen werden die Anträge zur gewerblichen Förderung bei der NRW.BANK gestellt.

Ansprechpartner
Jochen Schröder
Tel.: 02352 9272-11
E-Mail: schroeder@gws-mk.de