Gelungene Veranstaltung zur Wasserstoffversorgung im Märkischen Kreis

Gelungene Veranstaltung zur Wasserstoffversorgung im Märkischen Kreis

Marco Voge: „Das ist erst der Anfang“

Märkischer Kreis – 29.05.2024 – Gestern trafen sich in der SASE in Iserlohn Vertreter und Vertreterinnen aus der heimischen Industrie und der Energieversorgung, um die Rolle von Wasserstoff in der Dekarbonisierung energieintensiver Branchen im Märkischen Kreis zu diskutieren.

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Landrat Marco Voge begrüßte die mehr als 50 Gäste und betonte, dass der Kreis und die GWS als Kreis-Wirtschaftsförderung bereits seit mehr als 3 Jahren aktiv im Bereich Wasserstoff sind.
Bild: Sophie Calitri

Nach der Begrüßung durch Landrat Marco Voge lieferte Jörg Lohölter, geschäftsführender Gesellschafter von Risse + Wilke Kaltband, einen Lagebericht aus Sicht der Industrie. Speziell zum Thema Energie fielen ihm aktuell keine Antworten mehr ein, so Lohölter, wie eine Umstellung auf klimafreundliche Energieträger gelingen solle, wenn man im globalen Wettbewerb bestehen muss. Er lieferte eindrückliche Zahlen und Beispielrechnungen aus dem eigenen Unternehmen, die aufzeigten, in welchen Dilemma die Betriebe in unserer Region aktuell stecken und mahnte an, dass sich die energieintensiven Industrien schrittweise aus Deutschland verabschieden würden, wenn sich hier nichts ändere.

Florian Lindner und Moritz Voormann von Westenergie sowie Dr. Alexander Banger und Tom Schulte von E.ON Hydrogen schlugen dann die Brücke zum Thema Wasserstoff und präsentierten direkte Anwendungsmöglichkeiten als Energieträger.

Nach der Kaffeepause richtete sich der Blick auf die Region mit Jürgen Peiler, Geschäftsführer von Enervie vernetzt, der die aktuellen Wasserstoff Aktivitäten des Versorgers vorstellte. Hier gibt es konkrete Pläne zur Errichtung eines Elektrolyseurs, der die Industrie im Lennetal mit Wasserstoff versorgen soll. Allerdings ist das Projekt an ein Förderprogramm gebunden, dessen Rahmenbedingungen nicht sehr praktikabel seien – beispielsweise soll die Anlage 3 Jahre nach Erteilung des Förderbescheides in Betrieb gehen, was für Infrastrukturprojekte mit Tiefbauarbeiten und Querungen von Autobahnen und Gewässern „sehr sportlich ist“, so Peiler.

Auch die Stadtwerke Menden, Iserlohn und Altena waren als Kooperationspartner der Veranstaltung vor Ort und Reiner Timmreck von den Stadtwerken Iserlohn erläuterten stellvertretend die Herausforderungen aus Sicht der Versorger. Auch er machte deutlich, dass wir jetzt die Weichen stellen müssen, um in Zukunft genügend Strom und Wasserstoff zur Verfügung zu haben, wenn wir Erdgas substituieren wollen und die Versorger darum wissen müssen, was die Unternehmen als Großabnehmer für die Zukunft planen.

Den Abschluss machte Dr. Friedhelm Härter von Westnetz, der über konkrete Wasserstoffprojekte informierte, die schon umgesetzt sind. Sein Appell: Die technischen Möglichkeiten sind da – wir müssen uns jetzt gemeinsam auf den Weg machen.

Dies war auch das Fazit von GWS-Wasserstoff-Expertin Sonja Pfaff, die durch den Nachmittag führte. Sie führte noch einmal aus, welche großen Energie-Bedarfe in unserer Region zu decken sind, die man nun bündeln müsse und dass man diese auch Richtung Berlin kommunizieren müsse, um als Top-Industriestandort in Deutschland wahrgenommen und bei der Energieversorgung nicht vergessen zu werden.

Eine Bedarfsabfrage speziell für den Märkischen Kreis sei freigeschaltet, um belastbare Zahlen zu haben, und in einem Folgetermin am 26.6. können interessierte Unternehmen sich gemeinsam auf den Weg Richtung Wasserstoffversorgung machen.

Interessierte Unternehmen, die bei der Veranstaltung nicht dabei waren, können sich gerne an die GWS wenden, um den Link zur Bedarfsabfrage und eine Einladung für den Folgetermin zu bekommen.

Kontakt für Rückfragen: Sonja Pfaff, pfaff@gws-mk.de, 02352-9272-16

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Schwingungsunterstützte Zerspanung
9:00 - 10:00

In Kooperation unseres Transformationsnetzwerks ATLAS und dem TuWas-Hub laden wir Sie herzlich zur Online-Veranstaltungsreihe „Tech4Industry“ ein:

Schwingungsunterstützte Zerspanung
13.06.2024 – 9-10 Uhr, Online

Informationen und Anmeldung unter:
Veranstaltungsreihe Tech4Industry | tuwas-hub.de

Der Transformationsprozess von Unternehmen hat nicht nur Herausforderungen, sondern eröffnet auch die Gelegenheit, neue Fertigungslösungen zu entwickeln und einzuführen. In diesem Kontext bietet sich die Möglichkeit, spanende Fertigungsprozesse durch intelligente Werkzeugsysteme zu flexibilisieren.

Die schwingungsunterstützte Bearbeitung ist ein innovativer Ansatz zur Steigerung der Leistungsfähigkeit von Zerspanungsprozessen. Der Spanbruch ist eine der wichtigen Stellschrauben in diesem Zusammenhang. Die Referenten des Startups VibroCut und der Fraunhofer IWU werden Einblicke in die Entwicklung und Anwendung von Werkzeughaltern geben, welche niederfrequente oder Ultraschallschwingungen erzeugen, mit dem Ziel die Qualität, Produktivität und Prozesssicherheit und damit die Wirtschaftlichkeit zu steigern.

PROGRAMM

09:00 Uhr – Begrüßung

09:05 Uhr – Flexibilisierung der Fertigung als Schlüssel der Zukunftsfähigkeit
Dr.-Ing. Markus Bergmann, Fraunhofer IWU

  • Herausforderungen für Zulieferbetriebe des Antriebsstrangs
  • „TuWAs“, der Transformations-Hub für umformtechnische Wertschöpfungsketten im Antriebsstrang

09:20 Uhr – Schwingungsunterstützte Zerspanung
Dr.-Ing. Oliver Georgi, VibroCut GmbH

  • Aktueller Stand schwingungsunterstützter Bearbeitung
  • Vorstellung der Werkzeugsysteme
  • Qualität, Produktivität und Prozesssicherheit

09:40 Uhr – Fragen und Austausch

10:00 Uhr – Ende der Veranstaltung

 

Weitere Informationen und Anmeldung unter:
Veranstaltungsreihe Tech4Industry | tuwas-hub.de

Die Veranstaltung ist ein Angebot von: 

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Projekttreffen „E-KoTra“
9:00 - 11:00

Gemeinsam mit dem ACS (Automotive Center Südwestfalen GmbH) haben wir das PNF-Projekt E-Komponententräger (E-KoTra) initiiert. Der E-Komponententräger ist eine neuartige Baugruppe im Vorderwagen von Elektrofahrzeugen zur Aufnahme des E-Motors sowie der Leistungselektronik. Eine Auslegung des Trägers ist auf unterschiedliche Weise denkbar, wie Blechschalen, Guss, Profile oder Rohre.

Aufgrund der Einbettung dieses Projekts in das öffentlich geförderte Forschungsvorhaben ATLAS (https://atlas-swf.de) ist die Teilnahme hier für Unternehmen kostenfrei und jederzeit möglich.

Beim letzten Projekttreffen waren über 40 Teilnehmer aus 30 Unternehmen beteiligt. Das ACS stellte dabei den aktuellen Stand der Technik der E-Komponententräger in verschiedenen Fahrzeugmodellen vor und erläutert die strukturell-mechanischen Zusammenhänge im Vorderwagen. Als Referenzbauteil für das Projekt wurde dabei der E-Komponententräger der MEB-Plattform von Volkswagen festgelegt.
Die Einzelkomponenten dieser Baugruppe wurden in ein CAD-Modell überführt und anschließend in ein Simulationsmodell implementiert.

Melden Sie sich gerne zum nächsten Projekttreffen an, bei dem der Aufbau des Simulationsmodells sowie die Analyse der mechanischen Lastfälle vorgestellt werden. Anschließend erfolgt eine gemeinsame Diskussion der Ergebnisse und die Ableitung der weiteren Arbeitsschritte mit dem übergeordneten Ziel der Entwicklung von Grobkonzepten sowie der Weiterentwicklung ausgewählter Designkonzepte in verschiedenen Material- und Fertigungskonzepten.

Gerne begrüßen wir Sie persönlich im ACS in Attendorn. Alternativ wird die Veranstaltung online via Teams übertragen.

Anmeldung: Bei Interesse und zur Anmeldung kann Technologiescoutin Dr.-Ing. Jasmin Graef unter der Telefonnummer 02532 9272-18 oder Mail graef@gws-mk.de kontaktiert werden.

Das Projekt „E-KoTra“ findet statt im Rahmen der Automotive Plattform Südwestfalen (ATLAS) und wird gefördert durch: 

 

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