ÖKOPROFIT-Teilnehmer zogen Halbzeitbilanz

ÖKOPROFIT-Teilnehmer zogen Halbzeitbilanz

Erste spürbare Einsparerfolge

Umweltschutz, Ressourceneinsparung und Kostenreduzierung – das sind nur einige Schlagworte, die in Zusammenhang mit dem Projekt ÖKOPROFIT fallen, das im April 2021 im Märkischen Kreis an den Start gegangen ist. Nachdem sechs Themenworkshops und zahlreiche Beratungsgespräche in den Unternehmen vor Ort durchgeführt wurden, zogen die insgesamt zehn teilnehmenden Betrieben nun eine Zwischenbilanz.

Die Teilnehmer des Projekts „ÖKOPROFIT Märkischer Kreis“ präsentierten kürzlich im Rahmen einer Zwischenbilanz ihre Maßnahmen zur Ressourceneinsparung in ihren Unternehmen. Hier im Bild: Küberit-Betriebsleiter Olaf Holtschmidt (Mitte) gibt einen Einblick beim Lüdenscheider Herstellers für Fußbodenleisten.
Foto: GWS im Märkischen Kreis mbH

Erste spürbare Einsparungen konnte die Abfallentsorgungsgesellschaft des Märkischen Kreises (AMK) verzeichnen, die das Müllheizkraftwerk in Iserlohn betriebt. Durch den Austausch von elektrischen Antrieben und die Modernisierung des Druckluftsystems konnte das Unternehmen den Stromverbrauch signifikant reduzieren. Auch die vermeintlich kleinen Dinge wurden angepackt: Seit kurzem läuft der Willkommensbildschirm im Foyer nicht mehr 24 Stunden am Tag, sondern nur noch zu den Arbeitszeiten. „Die Umsetzung dieser Maßnahmen hat sich für uns sofort ausgezahlt“, berichtete AMK-Projektleiter Marcel Voigt.

Die Jogro Etiketten GmbH aus Plettenberg präsentierte ihr Vorhaben zur Installation einer neuen Absauganlage in der Etiketten-Produktion. „Allein durch diesen Schritt werden zukünftig etwa neun Tonnen weniger Restmüll anfallen, den wir kostenintensiv entsorgen müssten“, wie Geschäftsführer Marko Groote von Jogro erläutert.

Ein interessanter Fakt, den die Zwischenergebnisse gezeigt haben: Viele der ÖKOPROFIT-Betriebe setzen auch heute noch auf die Umstellung auf LED-Beleuchtung, so wie zum Beispiel die Firma Kissing, ein Mendener Fachhändler für Büromöbelausstattungen. Auch die Lüdenscheider Unternehmen Hotset, Selve und Küberit sehen hier noch Optimierungspotential. Allein die Firma Selve wird durch den flächendeckenden Einsatz von LED-Leuchten jährlich etwa 21.000 Euro einsparen.

Neben der Umrüstung auf LED-Technik hat Küberit eine weitere Möglichkeit entdeckt Ressourcen und Kosten zu sparen: Durch die Einrichtung einer Nachtabschaltung der Kompressoren werden zukünftig etwa 9.700 Euro pro Jahr an Energiekosten gespart, bei einer einmaligen Investitionssumme von ungefähr 1.700 Euro. „Allein durch diese einfache Maßnahme hat sich das Projekt für das Unternehmen bereits gelohnt“, freute sich Marcel Krings, Projektleiter bei der Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis mbH (GWS). Weitere 64 Ideen kamen bei einem Mitarbeiterwettbewerb zusammen, den Küberit letztes Jahr im Rahmen von ÖKOPROFIT durchführte. Küberit-Betriebsleiter Olaf Holtschmidt zeigte sich begeistert vom Engagement der Belegschaft: „Wir werden jede einzelne Idee auf ihre Umsetzbarkeit prüfen.“

„Jede Maßnahme in den Betrieben ist ein Gewinn aus ökologischer und ökonomischer Sicht. Wenn Unternehmen den Ressourcenverbrauch reduzieren, Energie effizienter einsetzen oder Abfälle vermeiden, dann entlastet dies die Umwelt und senkt die Kosten“, fasste Dr. Stefan Große-Allermann, Projektleiter von der B.A.U.M. Consult GmbH zusammen. Er begleitet den Prozess und entwickelt mit den Verantwortlichen in Workshops, bei Betriebsrundgängen und mit Hilfe einer Bestandsaufnahme Vorschläge, die den Zielen von ÖKOPROFIT entsprechen.

Neue Runde bereits in Planung: Interessierte können sich melden

Am Ende der Projektlaufzeit steht die Auszeichnung als zertifizierter ÖKOPROFIT-Betrieb. „Die Abschlussveranstaltung ist für Juni geplant. Aktuell laufen bereits die Planungen für eine weitere Projektrunde von ÖKOPROFIT, die dann im Juni starten soll“, berichtete Marcel Krings, zuständiger Projektleiter bei der GWS und ergänzte: „Interessierte können sich schon jetzt bei uns melden.“

Weitere Informationen zum Projekt „ÖKOPROFIT Märkischer Kreis“ sind abrufbar unter: www.gws-mk.de/projekte oder unter www.oekoprofit-nrw.de.

Ansprechpartner
Marcel Krings
Tel.: 02352 9272-12
E-Mail: krings@gws-mk.de

Juni 2024

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Schwingungsunterstützte Zerspanung
9:00 - 10:00

In Kooperation unseres Transformationsnetzwerks ATLAS und dem TuWas-Hub laden wir Sie herzlich zur Online-Veranstaltungsreihe „Tech4Industry“ ein:

Schwingungsunterstützte Zerspanung
13.06.2024 – 9-10 Uhr, Online

Informationen und Anmeldung unter:
Veranstaltungsreihe Tech4Industry | tuwas-hub.de

Der Transformationsprozess von Unternehmen hat nicht nur Herausforderungen, sondern eröffnet auch die Gelegenheit, neue Fertigungslösungen zu entwickeln und einzuführen. In diesem Kontext bietet sich die Möglichkeit, spanende Fertigungsprozesse durch intelligente Werkzeugsysteme zu flexibilisieren.

Die schwingungsunterstützte Bearbeitung ist ein innovativer Ansatz zur Steigerung der Leistungsfähigkeit von Zerspanungsprozessen. Der Spanbruch ist eine der wichtigen Stellschrauben in diesem Zusammenhang. Die Referenten des Startups VibroCut und der Fraunhofer IWU werden Einblicke in die Entwicklung und Anwendung von Werkzeughaltern geben, welche niederfrequente oder Ultraschallschwingungen erzeugen, mit dem Ziel die Qualität, Produktivität und Prozesssicherheit und damit die Wirtschaftlichkeit zu steigern.

PROGRAMM

09:00 Uhr – Begrüßung

09:05 Uhr – Flexibilisierung der Fertigung als Schlüssel der Zukunftsfähigkeit
Dr.-Ing. Markus Bergmann, Fraunhofer IWU

  • Herausforderungen für Zulieferbetriebe des Antriebsstrangs
  • „TuWAs“, der Transformations-Hub für umformtechnische Wertschöpfungsketten im Antriebsstrang

09:20 Uhr – Schwingungsunterstützte Zerspanung
Dr.-Ing. Oliver Georgi, VibroCut GmbH

  • Aktueller Stand schwingungsunterstützter Bearbeitung
  • Vorstellung der Werkzeugsysteme
  • Qualität, Produktivität und Prozesssicherheit

09:40 Uhr – Fragen und Austausch

10:00 Uhr – Ende der Veranstaltung

 

Weitere Informationen und Anmeldung unter:
Veranstaltungsreihe Tech4Industry | tuwas-hub.de

Die Veranstaltung ist ein Angebot von: 

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Projekttreffen „E-KoTra“
9:00 - 11:00

Gemeinsam mit dem ACS (Automotive Center Südwestfalen GmbH) haben wir das PNF-Projekt E-Komponententräger (E-KoTra) initiiert. Der E-Komponententräger ist eine neuartige Baugruppe im Vorderwagen von Elektrofahrzeugen zur Aufnahme des E-Motors sowie der Leistungselektronik. Eine Auslegung des Trägers ist auf unterschiedliche Weise denkbar, wie Blechschalen, Guss, Profile oder Rohre.

Aufgrund der Einbettung dieses Projekts in das öffentlich geförderte Forschungsvorhaben ATLAS (https://atlas-swf.de) ist die Teilnahme hier für Unternehmen kostenfrei und jederzeit möglich.

Beim letzten Projekttreffen waren über 40 Teilnehmer aus 30 Unternehmen beteiligt. Das ACS stellte dabei den aktuellen Stand der Technik der E-Komponententräger in verschiedenen Fahrzeugmodellen vor und erläutert die strukturell-mechanischen Zusammenhänge im Vorderwagen. Als Referenzbauteil für das Projekt wurde dabei der E-Komponententräger der MEB-Plattform von Volkswagen festgelegt.
Die Einzelkomponenten dieser Baugruppe wurden in ein CAD-Modell überführt und anschließend in ein Simulationsmodell implementiert.

Melden Sie sich gerne zum nächsten Projekttreffen an, bei dem der Aufbau des Simulationsmodells sowie die Analyse der mechanischen Lastfälle vorgestellt werden. Anschließend erfolgt eine gemeinsame Diskussion der Ergebnisse und die Ableitung der weiteren Arbeitsschritte mit dem übergeordneten Ziel der Entwicklung von Grobkonzepten sowie der Weiterentwicklung ausgewählter Designkonzepte in verschiedenen Material- und Fertigungskonzepten.

Gerne begrüßen wir Sie persönlich im ACS in Attendorn. Alternativ wird die Veranstaltung online via Teams übertragen.

Anmeldung: Bei Interesse und zur Anmeldung kann Technologiescoutin Dr.-Ing. Jasmin Graef unter der Telefonnummer 02532 9272-18 oder Mail graef@gws-mk.de kontaktiert werden.

Das Projekt „E-KoTra“ findet statt im Rahmen der Automotive Plattform Südwestfalen (ATLAS) und wird gefördert durch: 

 

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