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Eine starke industrielle Basis treibt die Wirtschaft

Die Erfolgsformel

Der Märkische Kreis ist eine der erfolgreichsten und bedeutendsten Industrieregionen in Deutschland. Die hier beheimateten klein- und mittelständischen Unternehmen haben nicht nur den nationalen Markt erobert, sondern sind auch international auf vielen Kontinenten erfolgreich.

Doch im Zeitalter der Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft galt eine starke Rolle der Industrie nicht immer als erfolgversprechend. In vielen Ländern und Regionen ist die industrielle Basis deutlich geschrumpft. Die Stärkung des Dienstleistungssektors war und ist nach wie vor häufig ein zentraler Baustein wirtschaftspolitischer Strategien. Regionen, die auf Dienstleistungen gesetzt haben, wurden häufig als zukunftsorientierter angesehen. Doch spätestens seit der Finanzkrise 2008/2009 hat sich diese Einschätzung wieder relativiert. Inzwischen beneiden viele die heimische Wirtschaft um ihr starkes industrielles Rückgrat.

Die im Folgenden skizzierten Indikatoren sind ein Beleg für die Erfolgsstory der „Industrieregion im Grünen“, die die klassischen Industriestandorte schon längst abgehängt hat. Außerhalb der Region wird der Märkische Kreis jedoch nicht selten immer noch unter dem Blickwinkel alter Klischees gesehen: schöne Erholungslandschaften, Tourismus und Landwirtschaft.

Ein Indikator, der die Schlüsselrolle der heimischen Industrie unterstreicht, ist die Bruttowertschöpfung. Etwa 51 Prozent trägt das Produzierende Gewerbe gemeinsam mit dem Baugewerbe dazu bei. Betrachtet man diese Kennzahlen über einen längeren Zeitraum, finden zwar Anteilsverschiebungen statt, gleichwohl kann von einem Bedeutungsverlust der Industrie nicht die Rede sein. Die Industrie stirbt nicht aus, sondern sie verändert sich.

Als Antreiber und Impulsgeber strahlt ihre Bedeutung auf die übrigen Branchen aus. Denn das Verhältnis von Industrie- und Dienstleistungssektor ist komplementär. Das eine ersetzt nicht das andere, sondern sie benötigen sich gegenseitig. Komplexe Systeme im Bereich der Bahninfrastruktur von Vossloh oder fluidtechnische Komponenten von STAUFF in Werdohl, mechatronische Lösungen von Kostal in Lüdenscheid oder international ausgezeichnete Premiumarmaturen von Dornbracht in Iserlohn sind ein Ergebnis des Zusammenspiels von Industrie und Dienstleistung, von Forschung, Entwicklung, Produktion, Design, Marketing, Vertrieb und Logistik. Allerdings bildet sich dieser Prozess nicht in der amtlichen Statistik ab.

Metallerzeugung und Metallbearbeitung

Ein Blick auf die Industriestruktur zeigt die historisch gewachsene starke Dominanz der Metallerzeugung und Metallbearbeitung. Auch heute noch prägen z. B. die Hersteller von Schmiedeteilen, Blechen, Drahtwaren, Schrauben, Verbindungselementen, Stanzartikeln, Dreh- und Frästeilen etc. das wirtschaftliche Geschehen. Sie haben eines gemeinsam: in hohem Maße beliefern sie die Automotive-Industrie.

Als Querschnittsbranche und Technologieführer gehört der Maschinenbau mit 147 Betrieben und etwa 9.000 Beschäftigten ebenfalls zu den prägenden Wirtschaftszweigen. Eine genaue Betrachtung der einzelnen Geschäftsbereiche zeigt Schwerpunkte in den Bereichen Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung, Maschinen für die Metallerzeugung, Walzwerkmaschinen und Gießmaschinen, Armaturen sowie Sondermaschinenbau und Automatisierungstechnik.

Elektrotechnik

Ergänzt wird das innovative Branchenspektrum durch die Elektrotechnische Industrie. Spitzenprodukte aus dem Bereich der Architekturbeleuchtung der Lüdenscheider Lichtfabrik ERCO, komplexe und designorientierte Lösungen aus der Elektroinstallationstechnik von Unternehmen wie Busch-Jaeger oder Jung aus Schalksmühle sind in der ganzen Welt im Einsatz. Gemeinsam mit Unternehmen aus der Sanitärbranche und der Sicherheitstechnik bilden sie ein einzigartiges Kompetenzfeld im Bereich der intelligenten Gebäudetechnik.

Kunststoffverarbeitung

Ein weiteres starkes Standbein der Region ist die Kunststoffverarbeitung. Die Vielfalt und Innovationskraft der Branche ist beeindruckend. So werden die heimischen Produkte aus Kunststoff für den Automobilsektor ebenso gefertigt, wie etwa für die Medizin, die Gebäudetechnik, die Telekommunikation oder den Bereich der Weißen Ware.

Unabhängig von der hier skizzierten Industriestruktur ist vor allem ein Phänomen kennzeichnend. Es sind insbesondere inhabergeführte Betriebe, in denen die Familienangehörigen nicht nur die Mehrheit der Anteile halten, sondern auch die Geschäfte leiten. Hinzu kommt, dass es sich vor allem um kleinere Firmen handelt.

Von den etwa 1.700 Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe haben fast 1.400 weniger als 50 Beschäftigte; lediglich 17 Betriebe beschäftigen mehr als 500 Mitarbeiter. Viele von ihnen haben sich herausragende Stellungen in ihren Märkten erarbeitet und tragen mit ihren Bestleistungen zur Stärke des Industriestandorts bei. So gibt es im Märkischen Kreis 41 Unternehmen, die gemessen an ihren international abgesetzten Produkten oder Dienstleistungen, an der Umsatzhöhe oder auch der technologischen Dominanz als Weltmarktführer bezeichnet werden können.

Die starke Stellung in den technologieintensiven Industriezweigen geht mit einer leistungsfähigen Forschungs- und Technologietransferinfrastruktur einher. Mit mehr als 12.000 Studierenden in neun Fachbereichen ist die Fachhochschule Südwestfalen eine der größeren ihrer Art in Nordrhein-Westfalen. An den fünf Standorten Hagen, Iserlohn, Meschede, Soest und Lüdenscheid werden qualifizierte Fach- und Führungskräfte vor allem in den Bereichen Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Informationstechnik und Betriebswirtschaft für den heimischen Arbeitsmarkt ausgebildet.

Für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen ist der Transfer technologischen Wissens in marktfähige Produkte relevant. Im Kern geht es darum, Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung zügig in wettbewerbsfähige Güter und Dienstleistungen umzusetzen. Tatkräftige Unterstützung erhalten die Unternehmen durch das Kunststoff-Institut in Lüdenscheid. Gegründet 1988 und getragen durch einen Verein als Hauptgesellschafter mit über 300 Mitgliedern bietet das Institut mit hervorragender Laborausstattung industrieorientierte Forschungsprojekte auf dem umfassenden Gebiet der Kunststofftechnik, Prüf- und Analysedienstleistungen sowie ein praxisorientiertes Aus- und Weiterbildungsprogramm.

Als Partner für Unternehmen der Kaltmassiv- und Blechumformung unterstützt das ebenfalls in Lüdenscheid ansässige Institut für Umformtechnik die Branche bei Werkstoffuntersuchungen, Bauteilprüfungen und Schadensanalysen. Forschungsprojekte im eigenen Technikum sowie Qualifizierungsmaßnahmen im Ausbildungszentrum runden das Dienstleistungsangebot ab.

Ursprünglich als An-Institut der damaligen Märkischen Fachhochschule im Jahr 1989 gegründet, bietet die Lüdenscheider DIAL GmbH weltweit ein breites Produkt- und Dienstleistungsspektrum für Gebäudetechnik und Licht an. Das Angebot umfasst Softwarelösungen für Lichtplaner, ein umfangreiches Seminarangebot zu den Themenbereichen Lichtplanung, Energieeffizienz, Architektur und Gebäude-System-Design. Abgerundet wird das Leistungsangebot durch Lichtmessungen sowie Prüfungen und Tests in akkreditierten Laboren.

Begleitet wird der technologische Strukturwandel im Märkischen durch weitere Institute und Dienstleistungsunternehmen. Dazu gehören das Werkzeugbau-Institut Südwestfalen in Halver und die beiden Iserlohner Institute für Instandhaltung und Korrosionsschutztechnik sowie für Entsorgung und Umwelttechnik.

Mit Blick auf den demografischen Wandel hat sich bereits im Jahr 1993 die GGT Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik® mbH in Iserlohn gegründet. Die GGT ist der gemeinnützige Kompetenzträger für Industrie, Handel und Handwerk im Wachstumsmarkt 50plus. Mit einem attraktiven Angebot zur erfolgreichen Erschließung dieses Marktsegmentes verfolgt sie dabei den Ansatz von „Lebensqualität in allen Lebensphasen“ durch generationengerechte Produkte und Dienstleistungen. Das Leistungsspektrum reicht von der Marktforschung über die Produktentwicklung sowie Weiterbildung bis zur Vertriebsunterstützung und Öffentlichkeitsarbeit für alle Märkte im demografischen Wandel. Die GGT arbeitet praxisnah und marktorientiert an der Schnittstelle zwischen allen Wirtschaftsbeteiligten und den Konsumenten und bringt als Impulsgeber unterschiedlichste Akteure und Branchen zusammen.

Nicht zuletzt engagiert sich die Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis (GWS) im Bereich der Technologie- und Innovationsförderung. Um Unternehmen einen schnelleren und direkten Zugang zu den richtigen Ansprechpartnern aus Forschung und Hochschullandschaft zu ermöglichen, hat die GWS gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern Arnsberg und Hagen, den Wirtschaftsförderungseinrichtungen der Kreise HSK und Soest, der FH Südwestfalen und der Hochschule Hamm-Lippstadt den „Transferverbund Südwestfalen“ gegründet. Technologiescouts vermitteln Kontakte zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, moderieren Technologieprojekte und leisten damit einen erfolgreichen Beitrag zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft. Allein seit 2010 wurden über 120 Technologieprojekte mit Unternehmen umgesetzt.

Die hier skizzierten Einrichtungen sind ein Beleg dafür, dass der Strukturwandel im Märkischen Kreis durch gezielte Angebote der Technologie- und Innovationsförderung begleitet wird. Die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist ein erfolgversprechender Ansatz, um Innovationspotenziale zu entfalten.

Eine vielseitige Wirtschaft braucht eine vielseitige Infrastruktur. Im Märkischen Kreis ist beides vorhanden. Die Region profitiert von der besonderen Lagegunst innerhalb Südwestfalens und zu den Zentren an Rhein und Ruhr. Zwei Autobahnen verbinden die Region mit den großen Ballungsräumen in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus.

Standort

Wirtschaftsstandort Märkischer Kreis

Zahlen. Daten. Fakten.

15000

Menschen sind im Märkischen Kreis sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

50

der Menschen arbeiten in einem der zahlreichen Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes.

16

der Arbeitnehmer im Märkischen Kreis sind in der Herstellung von Metallerzeugnissen beschäftigt

10000

Betriebe beheimatet der Wirtschaftsstandort Märkischer Kreis insgesamt.

1650

und mehr Betriebe im Märkischen Kreis gehören dem verarbeitenden Gewerbe an.

420000

Menschen leben in den insgesamt 15 Städten und Gemeinden im Märkischen Kreis.

3500

und mehr Handwerksbetriebe sind im Märkischen Kreis angesiedelt.

12000

Menschen sind in einem der Handwerksbetriebe des Märkischen Kreises beschäftigt.

15

Städte und Kommunen bieten attraktive Standorte für Unternehmen im Märkischen Kreis.

Vorbilder

Die im Märkische Kreis beheimateten klein- und mittelständischen Unternehmen haben nicht nur den nationalen Markt erobert, sondern sind auch international auf vielen Kontinenten erfolgreich.

Best Practice aus dem Märkischen Kreis

Erfolgsstories

Der Märkische Kreis ist eine der erfolgreichsten und bedeutendsten Industrieregionen in Deutschland. Die hier beheimateten klein- und mittelständischen Unternehmen haben nicht nur den nationalen Markt erobert, sondern sind auch international auf vielen Kontinenten erfolgreich.
Erfolgsgeschichten aus dem Märkischen Kreis: Balve Optimum

Balve Optimum

Von Pferden auf Bauernhöfen und selbstgebauten Hindernissen zur Top-Adresse im internationalen Pferdesport.

Das Balve Optimum am Schloss Wocklum zählt zu den traditionsreichsten Reitsportveranstaltungen Europas. Einmal im Jahr trifft sich die Welt des Pferdesports im Sauerland- und dies ist dem Land NRW einen Preis wert: Balve ist “Germany at its best” – eine Auszeichnung für die besten Ideen in Nordrhein Westfalen.

Am 20. Juni 1948, dem Tag der deutschen Währungsreform, veranstaltete Dieter Graf von Landsberg-Velen in Balve das erste Reitturnier. Der Reitsport war zurück im Sauerland und nichts sollte diesen Event mehr aufhalten. Im Gegenteil. Das Wocklumer Reitturnier wurde größer und größer. Das viertägige Sportevent erfreut sich dank der einzigartigen Symbiose aus Tradition und Weltklasse-Sport nun bereits seit mehr als 70 Jahren nationaler und internationaler Beliebtheit.

Heute ist das Balve Optimum fester Austragungsort der Deutschen Meisterschaften im Dressur- und Springreiten bis 2025. Mit anderen Worten werden wird auch zukünftig, neben dem internationalen Top-Sport, nationaler Spitzensport im Dressur- und Springreiten im Märkischen Kreis geboten. Damit ist das Optimum – so ganz nebenbei – die größte und renommierteste Sportveranstaltung der Region Südwestfalen.

Erfolgsgeschichten aus dem Märkischen Kreis: Eiswerk Hemer

Das Eiswerk aus Hemer

Feine Eisspezialitäten aus Naturprodukten

Eiscreme ist nicht alles im Leben, aber ein Anfang. Nach fast elf Jahren Selbständigkeit kann Nina Lenninghaus heute mit Gewissheit behaupten, dass Eiscreme für sie sozusagen DER Neustart war.

Getrieben durch Heimweh und eine wachsende Unlust, tagtäglich im Hosenanzug im Büro eines Großkonzerns in Hamburg zu sitzen, heißt im Jahr 2019 die Erfolgsstory “EISWERK“. Ein eigenes Unternehmen mit drei Filialen sowie diversen Gastronomie- und Einzelhandelskunden mit Sitz in Hemer.

Begonnen hat alles in der „Neuen Mitte Hennen“. Dort wurde mit EISWERK eine Marke geschaffen, die in der Zwischenzeit weit über die Region hinaus für „feine Eisspezialitäten aus Naturprodukten“ bekannt ist. 2010 folgte der Umzug des Eislabors und der Eisproduktion nach Hemer. Hier werden täglich mehrere hundert Liter Eis in Hand hergestellt und in die Filialen nach Hemer und Dortmund gefahren. Zudem beliefert das EISWERK-Team regelmäßig überregional Gastronomie- und Einzelhandelskunden u.a. mit den Eisklassikern „Butterkeks“ und „Milchreis-Zimt“.

Die erste Filiale gibt es heute nicht mehr, dafür drei Neue. Auch nach fast 12 Jahren hat Unternehmerin Nina Lenninghaus ihre damalige Entscheidung nicht bereut. Warum, dass verdeutlicht die folgende kleine Geschichte: Ein etwa 3-jähriges Mädchen steht mit ihrer Mutter vor der EISWERK-Vitrine. Eine Kugel Schokoeis im Hörnchen in der Hand, den Mund von Schokolade verschmiert lispelt es seiner Mutter entgegen: „Das ist das leckerste Eis der Welt!“

Erfolgsgeschichten aus dem Märkischen Kreis: Woodland Gin

Woodland Lüdenscheid

Sieben Freunde und das Gin-Abenteuer. Von Lüdenscheid nach Singapur – ein Sauerländer Premium-Produkt geht um die Welt.

Noch vor drei Jahren war der Woodland Sauerland Dry Gin nicht mehr als eine Bierlaune von einigen Freunden. Heute zählt der Gin bei Kennern und Bartendern rund um den Globus zu den beliebten Marken. Das Premium-Produkt räumt weltweit eine begehrte Spirituosenauszeichnung nach der nächsten ab und ist aus den angesagtesten Bars nicht mehr wegzudenken. Eine irre Erfolgsgeschichte, die selbst die Woodland-Macher überrascht. Der Gin ist gerade mal anderthalb Jahre auf dem Markt und die „SAUERLAND DISTILLERS“ machen Extraschichten in der Produktion.

Allein in Deutschland gibt es mittlerweile über 400 Gins. Wie schafft man es, in einem satt wirkenden Markt, einen solchen Erfolg einzufahren? Fragt man die Initiatoren hinter Woodland lautet die überraschende Antwort: „Begeisterung für die Region! Wir waren es einfach leid, dass beim Stichwort Sauerland jeder nur an grüne Wälder und wandernde Touristen denkt. Mit diesem überholten Image wollten wir uns nicht länger abfinden, denn die Gegend hat wirklich mehr zu bieten. Also waren sich die erklärten Ginliebhaber schnell einig: Wir entwickeln einen Premiumgin als Markenbotschafter für das Sauerland. Mit einem bodenständigen, aber hochqualitativen Produkt wollten wir unser Verständnis der Region in die Köpfe und den Geschmack des Mittelgebirges auf die Zungen bringen.

Der erste sogenannte Batch wurde im Juli 2017 produziert. Nach fünf Wochen war der Woodland Gin ausverkauft. Inzwischen wurden 30.000 Flaschen in die ganze Welt geliefert. Woodland ist in den wichtigsten Supermärkten gelistet und zieht weiter seine ihre Erfolgsspur von Lüdenscheid über Berlin bis nach Singapur. Der Woodland Sauerland Dry Gin ist der vermutlich höchst dekorierte Gin im Jahr 2018. Einmal Platin, sechsmal Gold und sechsmal Silber bei den weltweit wichtigsten Spirit Awards sprechen eine eindeutige Sprache. Ziel für die nächste Zeit: 100.000 verkaufte Flaschen pro Jahr.

Erfolgsgeschichten aus dem Märkischen Kreis: Kunststoff-Institut Lüdenscheid

Kunststoff-Institut Lüdenscheid

30 Jahre Erfolgsgeschichte

Kunststoffe sind vielseitig, wir auch! Über 30 Jahre Erfolgsgeschichte zum Nutzen der Unternehmen und Menschen aus der Region. Als privatwirtschaftlicher Dienstleister wurde das Institut 1988 als “verlängerte Werkbank” von Unternehmen aus der Region gegründet und ist damit einer der erfahrensten Anbieter auf diesem Sektor in ganz Europa. Mit punktgenauen und zukunftsweisenden Lösungen für die Praxis unterstützt das Kunststoff-Institut seine Auftraggeber bei der Auswahl, der Entwicklung sowie der Optimierung und Umsetzung von Produkten, Werkzeugen und Prozessabläufen im gesamten Bereich der Kunststofftechnik. Neben Firmengemeinschafts- und Entwicklungsprojekten steht den Firmen eine Vielzahl von Dienstleistungsangeboten zur Lösung von firmenspezifischen Aufgabenstellungen zur Verfügung. Durch die zahlreichen Weiterbildungs- und Schulungsmaßnahmen wird das praxisnahe Wissen an die Firmen weitergegeben. Weiterhin befasst sich der Bereich Aus-und Weiterbildung schwerpunktmäßig mit der Nachwuchsgewinnung von Fachkräften. Hierzu zählt neben den kunststofftechnischen Bachelor- und Masterstudiengängen auch der Aufbau und Betrieb des Polymer Training Centres (PTC).

Die thematischen Schwerpunkte der Arbeit liegen seit Gründung in den Bereichen Kunststoff- und Oberflächentechnik mit bilden & beraten, forschen & entwickeln, prüfen & analysieren. Mit derzeitig 110 Mitarbeitern wird in den Technologiebereichen Anwendungstechnik/Prozessintegration, Werkstofftechnik/Neue Materialien, Aus- und Weiterbildung, Produkte/Lizenzen, Prüf- und Analysetechnik, Oberflächentechnik Formteile, Werkzeug- und Beschichtungstechnik, Strategische Marktentwicklung ein Umsatz von rund 11 Mio. Euro erwirtschaftet. Das Technikum verfügt über 12 hochmoderne Spritzgießmaschinen (davon 8 mit Einlege- und Entnahmeautomatisation) sowie ein Kompetenzzentrum für Duroplastverarbeitung.

Das Applikationszentrum für Oberflächentechnik stellt nach wir vor zumindest europaweit ein Novum in der Branche da. Unternehmen können hier neue und bekannte Techniken erproben, optimieren und entsprechende Muster seriennah, schnell und flexibel herstellen lassen. Es stehen nahezu alle Anlagen für verschiedenste Oberflächen- und Dekorverfahren zur Verfügung, die kurzfristige Prototypenherstellungen, seriennahe Bemusterungen und Kleinserien ermöglichen.

Bereits seit 1994 als Gesamtunternehmen nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert, seit 2000 mit den Laborbereichen und dessen über 100 Anlagen für Material-, Bauteil- und Oberflächenprüfungen akkreditiert nach DIN EN ISO/IEC 17025 sind wir nunmehr ein nach DIN ISO/IEC 17043 akkreditierter Anbieter von Eignungsprüfungen.

Bereits 2005 wurde das Kunststoff-Institut mit seinem Cluster bei „Kompetenznetze Deutschland“, heute „go-cluster“ aufgenommen. Seit März 2013 trägt das Institut, als einziges Institut in Deutschland, das Gold Label für Cluster Management Excellence, welches in 2015 und 2018 bestätigt wurde.

Erfolgsgeschichten aus dem Märkischen Kreis: OBO Bettermann aus Menden

OBO Bettermann aus MendeN

Die Hongkong-Zhuhai-Macau-Brücke: Internationales Megabau-Projekt setzt mit OBO Bettermann System-Lösungen auf Kompetenz aus Menden

Acht Jahre Bauzeit, 55 Kilometer lang, 40.000 Fahrzeuge täglich, 420.000 Tonnen Stahl, Kosten von rund 14 Milliarden Euro und eine Verbindung zwischen Hongkong, Zhuhai und Macau – das ist das chinesische Mammutprojekt, das mehrere Brücken, Tunnel und künstliche Inseln am Perlflussdelta miteinander verbindet. Auf diese Weise rückt das chinesische Festland enger mit den Megastädten Hongkong und Macau zusammen.

Auch OBO Bettermann System-Lösungen wurden in diesem Megaprojekt verbaut: Produkte aus den Bereichen Verbindungs- und Befestigungs-Systeme, Transienten- und Blitzschutz-Systeme sowie Kabeltrag-Systeme „stecken“ in diesem außergewöhnlichen Bauwerk. Dies ist nur ein kleiner Bruchteil aus der Produktvielfalt von OBO Bettermann, die bei diesem gigantischen Bauprojekt zum Einsatz kamen.

Die Kompetenzen des 1911 gegründeten Mendener Unternehmens werden in der Fachwelt aber nicht nur bei Neubauprojekten gefragt. Auch bei anspruchsvollen Sanierung- und Renovierungsarbeiten historisch bedeutender Gebäude finden OBO-Produkte ihre Bestimmung. Beeindruckendes Bauprojekt dafür ist das zukünftige neue Wahrzeichen und prägender Mittelpunkt in Berlin-Mitte: das Humboldt Forum im ehemaligen Berliner Schloss.

Lösungen von OBO wurden hier u.a. in den Decken, Wänden und Doppelböden des im zweiten Weltkrieg abgebrannten Schlosses verbaut. Dafür verwendete Produkte und Sonderlösungen stammen u.a. aus den Bereichen Verbindungs- und Befestigungs-Systeme, Brandschutz-Systeme, Einbaugeräte-Systeme und Unterflur-Systeme.

Die Erfolgsliste des vormals Drei-Mann-Betriebs aus dem kleinen Mendener Stadtteil Lendringsen/Hüingsen ist lang und vor allem international. Denn über hundert Jahre später ist OBO unter dem Motto „Innovationsführer mit regionaler Nähe“ erfolgreich mit über 4.000 Mitarbeitern in über 60 Ländern auf allen Kontinenten präsent.