innovativ | vernetzt | engagiert
000

Digi­tale Aus­bil­dungs­messe für die Mär­ki­sche Region am 12. November

Erfolg trotz tech­ni­scher Probleme

Die erste digi­tale Aus­bil­dungs­messe für die Mär­ki­sche Region war trotz tech­ni­scher Hin­der­nisse ein Erfolg. Über 1.800 Jugend­li­che aus Hagen, dem Ennepe-Ruhr-Kreis und dem Mär­ki­schen Kreis nah­men teil, um sich über Aus­bil­dungs­mög­lich­kei­ten in der Region zu informieren.

Mit Vor­trä­gen und Video­chats war­ben über hun­dert Unter­neh­men aus der Region um poten­zi­elle Aus­zu­bil­dende. Für die Vor­träge hat­ten sich die Unter­neh­men etwas ein­fal­len las­sen: Von der Prä­sen­ta­tion über digi­tale Betriebs­be­ge­hun­gen und ein­ge­spielte Han­dy­schnip­sel bis hin zum leb­haf­ten Dia­log war alles dabei. Beson­ders gut lief es, wenn die Unter­neh­men die Fra­gen aus den par­al­lel­lau­fen­den Chats direkt beant­wor­te­ten.
Nach Aus­wer­tung des Platt­form­an­bie­ters Isar­di­gi­tal haben rund 1.800 Besu­che­rin­nen und Besu­cher an der Messe teil­ge­nom­men. Da die ange­mel­de­ten Schul­klas­sen teil­weise mit nur einem oder weni­gen Gerä­ten an der Messe teil­ge­nom­men haben, dürfte die tat­säch­li­che Teil­neh­mer­zahl aber höher gele­gen haben.

Im Schnitt besuchte jeder Teil­neh­mende acht Vor­träge und führte ein Gespräch per 1:1 Video­chat; pro Bera­tungs­raum wur­den 6 Gesprä­che geführt, in über 200 Fäl­len wur­den auch die Kon­takt­da­ten aus­ge­tauscht. Mit 241 Zuschaue­rin­nen und Zuschau­ern war der Vor­trag der Albrecht Jung GmbH & Co. KG aus Schalks­mühle der best­be­suchte Vor­trag der digi­ta­len Ausbildungsmesse.

Die Jugend­li­chen inter­es­sier­ten sich vor allem für die kon­kre­ten Aus­bil­dungs­be­rufe, die schu­li­schen Vor­aus­set­zun­gen, Ver­dienst- und Kar­rie­re­mög­lich­kei­ten sowie Prak­ti­kums­plätze und Aus­bil­dungs­plätze noch für 2020. Auch der Stand­ort und die Erreich­bar­keit des Aus­bil­dungs­be­triebs war vie­len Jugend­li­chen wichtig.

Für viele Unter­neh­men war die digi­tale Aus­bil­dungs­messe eine neue, aber posi­tive Erfah­rung. Sarah Rudzki-Roden und Arg­jent Aliu von Schlü­ter Sys­tems: „Wir sind total über­rascht, dass tat­säch­lich 150 Teil­neh­mende unse­ren Vor­trag besucht haben. Wir hat­ten Befürch­tun­gen, ob über­haupt jemand kommt und ob die Tech­nik klappt. Für uns ist das ja auch alles neu und wir haben uns vor­her Gedan­ken gemacht, wie wir unse­ren Betrieb hier gut prä­sen­tie­ren können.“

Der Cari­tas­ver­band Hagen zeigt sich eben­falls über­zeugt von dem digi­ta­len Mes­se­for­mat: „Wir sind super zufrie­den mit unse­rem Vor­trag. Wir hat­ten 99 Teil­neh­mende, so viele Jugend­li­che zu errei­chen hät­ten wir uns kaum vor­stel­len kön­nen. Wir über­le­gen ernst­haft, unsere Info-Ver­an­stal­tun­gen zukünf­tig zumin­dest mit einem digi­ta­len For­mat zu ergän­zen“, so Elmar Kott­hoff und Sonja Herchenhahn.

Ced­ric Ulo­mek und Corinna Sie­wert von der Voll­mann Group wol­len Prä­senz­ver­an­stal­tun­gen aber nicht mis­sen: „Das digi­tale For­mat funk­tio­niert sehr gut, ist aber natür­lich kein voll­wer­ti­ger Ersatz für die Aus­bil­dungs­messe. Uns fehlt hier lei­der die Mög­lich­keit, die Lauf­kund­schaft mit unse­ren Azu­bis direkt anzu­spre­chen, das funk­tio­niert in Prä­senz sonst natür­lich sehr gut.“

Bei den Schu­len zeigte sich das mitt­ler­weile ja hin­läng­lich bekannte Pro­blem der man­geln­den Digi­ta­li­sie­rung auch auf der digi­ta­len Messe. Einige Schu­len muss­ten auf­grund schlech­ter Inter­net­ver­bin­dung oder tech­ni­scher Pro­bleme den Messe-Besuch tat­säch­lich abbre­chen, andere hin­ge­gen konn­ten pro­blem­los teil­neh­men und fan­den groß­ar­tig, dass trotz Corona ein berufs­ori­en­tie­ren­des Ange­bot der Unter­neh­men für ihre Schü­le­rin­nen und Schü­ler statt­fin­den konnte. Die Jugend­li­chen selbst fühl­ten sich in der Anony­mi­tät der Vor­träge zwar siche­rer als in den 1:1 Video­chats, wenn sie sich aber in die direkte Kom­mu­ni­ka­tion getraut haben, erleb­ten sie ange­nehme und hilf­rei­che Gespräche.

Agen­tur mark-Geschäfts­füh­re­rin Kirs­ten Kling, in deren Haus die digi­tale Aus­bil­dungs­messe feder­füh­rend orga­ni­siert wor­den war, zeigte sich nach der Messe zufrie­den: “Die digi­tale Aus­bil­dungs­messe war pan­de­mie­be­dingt ein Ver­such und wir sind total über­rascht, wie gut es geklappt hat. Natür­lich gab es die vor­her­seh­ba­ren Schwie­rig­kei­ten mit der Tech­nik – in ein­zel­nen Schu­len reichte das WLAN nicht, wegen aku­ter Corona-Fälle durf­ten ein­zelne Klas­sen nicht an die orga­ni­sier­ten exter­nen Orte und auch Unter­neh­men kamen ver­ein­zelt nicht in ihre eigene Prä­sen­ta­tion. Aber die Zah­len zei­gen ein­drucks­voll, wie viele tolle Vor­träge und Gesprä­che gelau­fen sind. Als Ver­an­stal­ter­ge­mein­schaft möch­ten wir Danke sagen an alle Unter­neh­men und Schu­len, die sich mit uns auf die­sen Weg gemacht haben. Es hat sich gelohnt.” 

INFORMATION

Die 1. Digi­tale Aus­bil­dungs­messe für die Mär­ki­sche Region fand statt mit finan­zi­el­ler Unter­stüt­zung des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len und des Euro­päi­schen Sozialfonds.

Ver­an­stal­tungs­ge­mein­schaft: agen­tur mark GmbH, Agen­tu­ren für Arbeit Hagen und Iser­lohn, AGV Lüden­scheid e.V., EN-Agen­tur, Gesell­schaft für Wirt­schafts­för­de­rung Iser­lohn mbH, GWS Mär­ki­scher Kreis mbH, Hand­werks­kam­mer Süd­west­fa­len, Job­cen­ter Ennepe-Ruhr-Kreis, Hagen und Mär­ki­scher Kreis, Kom­mu­nale Koor­di­nie­run­gen KAoA HA/EN und Mär­ki­scher Kreis, Kreis­hand­wer­ker­schaf­ten Ennepe-Ruhr und Mär­ki­scher Kreis, Mär­ki­scher Arbeit­ge­ber­ver­band e.V., Regio­nale Bil­dungs­bü­ros Ennepe-Ruhr-Kreis und Hagen, Schalks­mühle, SIHK zu Hagen, Stadt Balve, Stadt Hal­ver, Stadt Hemer, Stadt Lüden­scheid, Stadt Men­den, Stadt­mar­ke­ting Kierspe e.V., Stadt­mar­ke­ting Mein­erz­ha­gen e.V., Stadt­mar­ke­ting Plet­ten­berg e.V.

 

Ansprech­part­ner:

GWS im Mär­ki­schen Kreis mbH
Herr Jochen Schrö­der
Tele­fon: 02352/9272-11
E-Mail: schroeder@gws-mk.de