Südwestfälische Unternehmen zu Gast in Dresden

Möglichkeiten des 3D-Drucks im Fokus


Mehr als 20 Unternehmensvertreter aus Südwestfalen informierten sich im Rahmen einer Exkursion nach Dresden über den aktuellen Forschungsstand und die Möglichkeiten des 3D-Drucks. Eingeladen zur dreitägigen Unternehmerreise hatten die Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis mbH (GWS), der Transferverbund Südwestfalen, die Brancheninitiative Gesundheitswirtschaft Südwestfalen e.V. und die Innovationsfabrik Südwestfalen. Neben dem Besuch des Fraunhofer-Instituts für Werkstofftechnik (IWS) standen Besuche der Elbe Flugzeugwerke GmbH, der PTZ Prototypenzentrum GmbH und des Instituts für Leichtbau und Kunststofftechnik der Technischen Universität (TU) Dresden auf dem Programm.

Dass der 3D-Druck inzwischen in fast allen Branchen angekommen ist, zeigte ein Blick auf die Teilnehmerliste der Exkursion: Süd-westfälische Unternehmen aus der Gebäudetechnik, Medizintechnik, Metallindustrie und Kunststoffverarbeitung hatten den weiten Weg in die ostdeutsche Metropole angetreten. Warum ausgerechnet Dresden als Zielort ausgewählt wurde erklärt Andreas Becker, Technologiescout im Transferverbund Südwestfalen: „Führende Forschungseinrichtungen haben sich dort mit der Industrie unter dem Konsortium „AGENT-3D“ zusammengeschlossen. Diese einzigartige Kompetenzdichte ist natürlich sehr interessant für alle, die sich jetzt und in Zukunft mit dem 3D-Druck beschäftigen.“

Im Fokus der Reise standen insbesondere die verschiedenen Druckverfahren und deren Vor- und Nachteile im Produktionsprozess. Zudem konnten sich die Teilnehmer einen Eindruck der Materialeigenschaften unterschiedlichster Werkstoffe machen. So wer-den inzwischen nicht nur Kunststoffe verwendet, sondern ebenso Metall, Keramik, Glas, Holz und andere Naturfasern. Neben Vorträgen zur Werkstoffeigenschaften und zur Konstruktion von Bauteilen wurden auch rechtliche Aspekte beleuchtet. Darüber hinaus konnten sowohl im IWS, als auch im Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) die Anlagen auch live in Aktion unter die Lupe genommen werden.

Abgerundet wurde die Reise durch einen Besuch der Elbe Flugzeugwerke (EFW). Dort erhielten die Teilnehmer interessante Ein-blicke in die Fertigung, Wartung, Reparatur und den Umbau von Airbus-Flugzeugen. „Präzision und Qualität sind die obersten Gebote in der Luftfahrtindustrie“, erläuterte EFW-Vertreter Christopher Profitlich und ergänzte: „Bei neuen Bauteilen müssen wir stets einen Zertifizierungsprozess durchlaufen. Das gilt natürlich auch für additiv gefertigte Komponenten. Hier tasten wir uns seit einiger Zeit langsam vor“. Die Elbe Flugzeugwerke sind ein Tochterunter-nehmen von Airbus und ST Aerospace und mit ca. 1.600 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in Dresden.

Insgesamt zogen die Teilnehmer und die Veranstalter ein positives Fazit. So auch Andreas Falck, Leiter für Forschung und Entwicklung bei der Schmiedetechnik Plettenberg GmbH: „Neben interessanten Einblicken zum Stand der Technik, waren vor allem die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten, aber auch die Grenzen der 3D-Drucktechnik interessant“. Marcel Krings, GWS-Projektleiter ergänzte: „Unser Ziel war es, Fachinformationen zu liefern und Kooperationsmöglichkeiten im 3D-Druck aufzuzeigen. Die Resonanz der Teilnehmer zeigt uns, dass wir mit der Programmauswahl richtig lagen. Gleichzeitig haben sich auch unter den Teilnehmern neue interessante Kontakte ergeben.“


Transferverbund Südwestfalen
Die GWS im Märkischen Kreis mbH ist Mitinitiatorin des Transferverbunds Südwestfalen. Zudem befindet sich die Geschäftsstelle des Verbundes im Hause der GWS. Die beteiligten Partner wollen gemein-sam den Wissens- und Technologietransfer in der Region weiterentwickeln und bestehende Angebote aus Forschung und Entwicklung bei den Unternehmen bekannter machen.
www.transferverbund.de

Brancheninitiative Gesundheitswirtschaft Südwestfalen e.V.
Die Brancheninitiative Gesundheitswirtschaft Südwestfalen ist ein speziell auf die Medizintechnik und die Gesundheitsbranche ausgerichteter Verbund. Gegründet wurde der Verein im Jahr 2005. Das Netzwerk aus Unternehmen, Kliniken und Dienstleistern versteht sich als Impulsgeber, Kontaktbörse, Innovationsmotor und Wissenspool. Die GWS im Märkischen Kreis mbH ist Mitinitiatorin der Initiative, zudem befindet sich die Geschäftsstelle des Vereins im Hause der GWS.
www.gesundheitswirtschaft.net

Innovationsfabrik Südwestfalen
Ziel des Projektes ist die Schaffung einer proaktiven „Innovationsfabrik für die Region Südwestfalen“, in der Unternehmen, unternehmensnahe Dienstleister, Branchennetzwerke und Cluster aus Südwestfalen und NRW sowie Hochschulen und Institute der Region gemeinsam in „Innovationswerkstätten“ zukunftsträchtige, innovative Technologie- und Trendthemen für die Wirtschaft der Region identifizieren.
www.innovationsfabrik-suedwestfalen.de


Kontakt:

Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis mbH
Herr Andreas Becker
Lindenstraße 45
58762 Altena
Tel.: 02352 9272-14
Fax: 02352 9272-20
E-Mail: becker@remove-this.transferverbund-sw.de