Laborgespräch in der „TransferFactory“ in Meschede

Unternehmen informieren sich über Digitalisierung


Auf Einladung des Transferverbundes Südwestfalen nutzen mehr als 20 Firmenvertreter die Gelegenheit sich beim „Laborgespräch“ an der Fachhochschule Südwestfalen in Meschede über die Möglichkeiten der Digitalisierung auszutauschen. Was Digitalisierung konkret bedeutet und welche Entwicklungsstufen zu bewältigen sind erläuterte Prof. Dr.-Ing Jürgen Bechtloff vom Fachbereich Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften in seinem Impulsvortrag. Im Anschluss daran konnten die Unternehmer mit der „TransferFactory“ eine leistungsfähige Lehr- und Forschungsanlage in Augenschein nehmen, die zahlreiche Aspekte einer digitalisierten Produktion im Sinne von Industrie 4.0 abbildet.

„Die „TransferFactory“ umfasst miteinander verkettete Fertigungsstationen, die über das Web eingespeiste Produktionsaufträge produzieren. Ein Manufacturing Execution System (MES) verbindet den Webshop, in dem individualisierte Produkte bestellt werden können, direkt mit der Fertigung. Zudem lassen sich an der „TransferFactory“ cloudbasierte Erweiterungen entwickeln und demonstrieren“, wie Prof. Bechtloff im Rahmen der Laborbesichtigung berichtete.

Offen diskutiert wurde die Frage, auf welcher Digitalisierungsstufe sich die einzelnen Unternehmen individuell gerade befinden. Viele der Teilnehmer formulierten dabei großes Interesse an einer Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Südwestfalen, um Digitalisierungsprojekte in ihren Unternehmen anzustoßen und weiter voranzutreiben.

Eine konkrete Kooperationsmöglichkeit präsentierte Jürgen Burghardt, Projektkoordinator bei der Fachhochschule Südwestfalen für das Projekt „Mittelstand 4.0“: Im Rahmen einer Workshop-Reihe unter dem Titel „Data Science in KMU“ besteht für Unternehmen die Möglichkeit, im Rahmen von studentischen Arbeiten die Datenerhebung und -analyse voranzutreiben und damit die Grundlage für Digitalisierungsmaßnahmen zu schaffen. „Die ersten Plätze sind bereits vergeben, aber Stand heute können wir weitere Unternehmen mit einbinden“, so Burghardt.
 
Mit der Veranstaltungsreihe „Laborgespräche“ soll Unternehmen die Möglichkeit gegeben werden, in direkten Kontakt zur Hochschule zu treten und einen Einblick in das Kompetenzspektrum zu erhalten. Gleichzeitig bietet sich für die Hochschule die Chance über Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu informieren und potenzielle Projektpartner kennen zu lernen.


Kontakt
Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis mbH
Herr Marcel Krings
Lindenstraße 45
58762 Altena
Tel.: 02352 9272-12
Fax: 02352 9272-20
E-Mail: krings@remove-this.gws-mk.de
Internet: www.gws-mk.de