"Digital in NRW“ unterstützt Unternehmen bei Digitalisierungsaufgaben

Konkrete Hilfen für den Mittelstand


Die digitale Transformation in der Industrie stellt die heimische Wirtschaft vor komplexe Aufgaben. Manche Unternehmen produzieren längst vollautomatisiert und verfügen bereits über eine digitale Infrastruktur ihrer Prozesse. Andere denken vielleicht gerade erstmals über ein Energiemanagement nach, um die EEG-Umlage zu umgehen und hatten bisher noch nicht viel mit den neuen digitalen Möglichkeiten zu tun.

Speziell für den Mittelstand hat darum das Bundeswirtschaftsministerium sogenannte „Kompetenzzentren“ eingerichtet. Sie sollen die Unternehmen vor Ort auf ihrem ganz individuellen Weg in die Digitalisierung unterstützen. Für die Region Südwestfalen ist das Dortmunder „Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum“ zuständig, das gerade ein Projekt im Märkischen Kreis begleitet hat.

Die Wilh. Wernecke GmbH & Co. KG aus Plettenberg fertigt Drehteile und Gelenkverbindungen und wurde 1939 gegründet. Sie wird inzwischen von der dritten Generation geleitet und wie in vielen Traditionsunternehmen mit ihren historisch gewachsenen Produktionsanlagen gab es hier einen Mix aus älteren, konventionellen Maschinen und modernen CNC-Bearbeitungszentren. Eine Vernetzung der Anlagen und damit die Meldung von Produktionsdaten an übergeordnete Systeme gab es bisher nicht, so dass hinsichtlich der Produktionsplanung deutliches Optimierungspotential bestand. Genau dies wollte die Geschäftsleitung angehen und suchte darum den Kontakt zu den Experten von „Digital in NRW“ in Dortmund. Das Kompetenzzentrum bot Wernecke die Möglichkeit, die Entwicklung mit einem Transferprojekt entscheidend voranzutreiben.

Transferprojekte wie dieses, bei denen ein Unternehmen bei der Realisierung eines konkreten Projektes begleitet wird, gehören zu den insgesamt 21 Servicebausteinen, die das Kompetenzzentrum kleinen und mittleren Unternehmen anbietet. Das Spektrum reicht von Vorträgen oder Unternehmenssprechstunden über Praxisworkshops und Schulungen vor Ort im Unternehmen bis hin zur konkreten Projektbegleitung und Umsetzung. Die Kosten für diese Leistungen werden über die Förderung des Bundes finanziert – für die Unternehmen ist die Unterstützung kostenlos.

Bei Wernecke wurde im Rahmen des Transferprojektes zunächst ein fachliches Konzept durch die Profis aus Dortmund erarbeitet, um die echtzeitnahe Erfassung von Maschinen- und Auftragsdaten technologisch umzusetzen. Smart Devices sollten für eine größere Transparenz der Prozesse und Daten sorgen und die Kommunikation zwischen Verwaltung und Produktion verbessern. Die Kapazitätsplanung, die Auftragsplanung und die Materialdisposition im laufenden Betrieb sollten auf diese Weise optimiert werden und für einen besseren Lieferservicegrad sorgen.

Voraussetzung dafür, dass ein Projekt als Transferprojekt eingestuft und über die Experten aus Dortmund betreut wird, ist stets der Modell- oder Vorbildcharakter, den das Vorhaben für andere Unternehmen darstellen muss. Im Falle von Wernecke wurde dies nach einer ersten Prüfung positiv entschieden, so dass man mit der Umsetzung dieser individuellen Industrie 4.0-Lösung beginnen konnte

Heute können Mitarbeiter ganz komfortabel alle für sie wichtigen Daten über mobile Geräte einsehen und sich so besser auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. „Unsere Mitarbeiter sind entsprechend motivier, die nächsten Schritte im Rahmen der Digitalisierung mitzugehen,“ freut sich Geschäftsführer Kaspar Werneckeüber die gelungene Umsetzung.

Unternehmen aus Südwestfalen, die auf ihrem Weg der Digitalisierung ähnliche Unterstützung benötigen, können sich gerne an den Transferverbund Südwestfalen wenden. Hier kennt man alle 21 Servicebausteine im Detail und stellt bei Bedarf den Kontakt zu den Dortmunder Profis her, kann für konkrete Projekte aber auch Spezialisten an Hochschulen vermitteln oder bei der Beantragung von Fördergeldern beratend zur Seite stehen. Angebote zum Erfahrungsaustausch, etwa ein neu gegründeter ERFA-Kreis für Unternehmen, runden das Angebotsspektrum des Transferverbundes ab.

Geschäftsstelle und Mitinitiatorin des Transferverbundes ist die GWS im Märkischen Kreis mbH. Hier erreicht man auch die Spezialisten des Transferverbundes.

Mehr Informationen und Kontaktdaten unter www.transferverbund.de oder unter www.gws-mk.de


Kontakt:

Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis mbH
Frau Sonja Pfaff
Lindenstraße 45
58762 Altena
Tel.: 02352 9272-16
Fax: 02352 9272-20
E-Mail: pfaff@remove-this.gws-mk.de


Transferverbund Südwestfalen
Die GWS im Märkischen Kreis mbH ist Mitinitiatorin des Transferverbunds Südwestfalen. Zudem befindet sich die Geschäftsstelle des Verbundes im Hause der GWS. Die beteiligten Partner wollen gemein-sam den Wissens- und Technologietransfer in der Region weiterentwickeln und bestehende Angebote aus Forschung und Entwicklung bei den Unternehmen bekannter machen.
www.transferverbund.de