Gesellschaft
zur Wirtschafts-
und Strukturförderung
im Märkischen Kreis mbH Lindenstraße 45
58762 Altena Telefon: 0 23 52/92 72-0
Telefax: 0 23 52/92 72-20
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Südwestfalen ist eine der bedeutendsten Industrieregionen Deutschlands und gehört damit zu den Wachstumsmotoren in Nordrhein-Westfalen! Nahezu jeder zweite sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Südwestfalen arbeitet im produzierenden Gewerbe. Die Bereiche Automotive, Metall- und Maschinenbau, Gebäudetechnik sowie Gesundheits- und Holzwirtschaft sind dabei von herausragender Bedeutung. Zahlreiche Unternehmen aus der Region nehmen hier entscheidende Positionen in der Wertschöpfungskette ein, sind hochspezialisiert und häufig international ausgerichtet. Die fortschreitende Globalisierung stellt viele Unternehmen in der Region allerdings vor immer größere Herausforderungen. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stoßen angesichts eines internationalen Wettbewerbs um Know-how, verkürzter Produktlebenszyklen und erhöhter Innovationsgeschwindigkeiten an die Grenzen ihrer personellen und finanziellen Ressourcen. Hier setzt das Projekt „Branchenkompetenzen Südwestfalen“ an.
Ziele des Projekts "Branchenkompetenzen Südwestfalen":
Schaffung eines innovationsfördernden Umfelds zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Region Südwestfalen
Initiierung von Rahmenbedingungen, die geeignet sind, Unternehmen über regionale Kooperationen miteinander zu verbinden
Weiterentwicklung des Technologie- und Wissenstransfers durch die verstärkte Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen
Nutzung von vorhandenen Kompetenzen und Ressourcen bei der Erschließung neuer Märkte
Entwicklung einer branchenübergreifenden Strategie zur Rekrutierung von Fachkräften
Das Projekt soll gleichzeitig an die nordrhein-westfälische Clusterpolitik anknüpfen und strebt, als Ergänzung zu den Landesclustern, eine enge Verzahnung mit den vom Land Nordrhein-Westfalen eingesetzten Clustermanagern an. Südwestfalen verfügt bereits über verschiedene Brancheninitiativen und Unternehmensnetzwerke, die in den unterschiedlichen Kompetenzfeldern der Region tätig sind und die durch die Wirtschaftsförderungen und Kammern begleitet werden. Diese Initiativen bündeln wertvolle wissenschaftliche und unternehmerische Kompetenzen der Region, die es langfristig zu sichern und weiter zu entwickeln gilt.
Dass es in diesen bereits vorhandenen Netzwerken trotz unterschiedlicher fachlicher Hintergründe zahlreiche thematische Überschneidungen und inhaltliche Parallelen gibt, ist von den Kammern und den Kreiswirtschaftsförderern identifiziert worden. Die Sicherung des vorhandenen Fachkräftepotenzials, die Entwicklung von Innovationen oder die Erschließung neuer Märkte sind beispielsweise Themenfelder, die jeweils in den Branchennetzwerken diskutiert wurden. Im Sinne einer Gesamtstrategie sollen nun Aktivitäten in den wirtschaftlichen Kompetenzfeldern stärker aufeinander abgestimmt und Querschnittsthemen, die der Weiterentwicklung aller Kompetenzfelder dienen, gemeinsam entwickelt und umgesetzt werden.
Seit Anfang Mai 2010 werden im Projekt "Branchenkompetenzen Südwestfalen" konkrete Maßnahmen in drei Maßnahmepaketen umgesetzt! Für südwestfälische Unternehmen bietet das Projekt in den nächsten zwei Jahren interessante Möglichkeiten:
Maßnahmenpaket 1:
Die Dipl.-Ingenieure Andreas Becker und Hans-Joachim Hagebölling verbessern als "Technologiescouts" die Zusammenarbeit von Hochschulen und Unternehmen, indem sie z.B. Unternehmen dabei unterstützen, geeignete Kooperationspartner und „Problemlöser“ zu finden. Außerdem informieren die beiden Ingenieure (auch branchenübergreifend) über aktuelle technologische Entwicklungen und Trends. Bei Bedarf helfen sie bei der Ermittlung neuer Anwendungsfelder für bestehende Technologien. Vor diesem Hintergrund bieten die „Technologiescouts“ Informationsgespräche zu folgenden Themen an:
- Technologische Kooperationen mit regionalen Unternehmen
- Technologische Kooperationen mit Hochschulen/ Instituten
Die Technologiescouts auf YouTube:
(Quelle: WDR Lokalzeit Südwestfalen vom 21.06.2011)
Maßnahmenpaket 2:
In Kooperation mit verschiedenen Branchenexperten werden interessierte südwestfälische Unternehmen über attraktive Zukunftsmärkte informiert! In Fachveranstaltungen und Workshops werden Handlungsoptionen und Markteinstiegsbedingungen aufgezeigt und diskutiert. Gemeinsam mit den jeweiligen Branchenexperten werden Kontakte zu Netzwerken sowie zum Endkundenmarkt geknüpft.
Maßnahmenpaket 3:
Raumplanerin Kirsten Staubach setzt sich intensiv mit dem Thema „Fach- und Führungskräftemangel in Südwestfalen“ auseinander. Sie stellt Best-Practice-Beispiele zum Thema vor und erarbeitet ein konkretes Handlungskonzept für Südwestfalen. Im Zuge ihrer Arbeit bietet Frau Staubach Informationsgespräche zum Thema an:
- Fach- und Führungskräftemangel in Südwestfalen
- Projekte zur Fachkräftesicherung in Südwestfalen
Initiiert wurde das Projekt „Branchenkompetenzen Südwestfalen“ durch die Wirtschaftsförderungseinrichtungen der fünf südwestfälischen Kreise sowie durch die Industrie- und Handelskammern Arnsberg, Hagen und Siegen sowie durch die Handwerkskammern Dortmund und Südwestfalen. Unterstützt wird das Projekt durch die Fachhochschule Südwestfalen, die Universität Siegen und die Hochschule Hamm-Lippstadt. Anknüpfungspunkt für das Projekt sind die Unternehmensnetzwerke der industriellen Schlüsselbranchen in Südwestfalen:
- Automotive-Netzwerk Südwestfalen
- Verein Gebäudetechnik Südwestfalen e.V.
- NEMAS – Netzwerk Maschinenbau Südwestfalen
- Brancheninitiative Gesundheitswirtschaft e.V.
- German Softwood Network GmbH
Gefördert wird das Projekt durch die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen. Projektträger dieses Gemeinschaftsprojektes ist die GWS im Märkischen Kreis mbH.
Am 4. April 2012 gab es – wie bereits im Vorjahr – einen gemeinschaftlichen Auftritt südwestfälischer Unternehmen auf dem Karrieretag der Fachhochschule Südwestfalen in Soest. Neben drei Unternehmen, die dieses Angebot bereits im letzten Jahr genutzt haben, kamen in diesem Jahr vier Aussteller...
..., dass Unternehmen im Märkischen Kreis u.a. Profile für chirurgische und zahnärztliche Instrumente fertigen und Befestigungen für Infusionssysteme und Dialyseschläuche produzieren.